Warum Investitionen im Unternehmen wie ein Garten sind
- Mariola

- vor 4 Stunden
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Als Kind habe ich viel Zeit bei meiner Oma auf dem Land verbracht.
Sie hatte einen großen Garten, in dem fast alles wuchs: Kartoffeln, Bohnen, Zwiebeln, Salat, Obstbäume und Sträucher, Kräuter und vieles mehr. Für mich war das damals ein wunderbarer Ort voller Erde, Sonne und reifer Früchte.
Der Garten hat uns alle ernährt. Obst und Gemüse haben wir praktisch nie im Laden gekauft.

Während der Sommersaison hat meine Oma einen Teil ihrer Ernte auf dem Markt verkauft. Das hat ihr ein zusätzliches Einkommen gesichert.
Wir konnten sogar große Vorräte in Einmachgläsern anlegen, die so üppig waren, dass sie oft noch weit über den Winter hinaus gereicht haben. Ich habe damals kräftig mitgeholfen, obwohl ich noch sehr klein war.
Eine Sache hat mich jedoch besonders geprägt.
Wenn im Spätsommer die Ernte eingebracht wurde, blieb ein kleiner Teil der Pflanzen im Garten stehen, damit sie Samen bilden konnten. Während der Rest geerntet, gekocht oder eingelagert wurde, sammelte meine Oma später die Samen dieser Pflanzen sorgfältig ein und bewahrte sie für das nächste Jahr auf.
Auch ein Teil ihres Verdienstes war bereits für das nächste Frühjahr reserviert – für neue Sorten und Pflanzen. Dieses Geld durfte nicht für andere Zwecke ausgegeben werden.
Meine Oma hat damals sanft gelächelt und gesagt: „Damit wir nächstes Jahr wieder etwas pflanzen können.“
Für sie war das keine besondere Strategie. Es war einfach logisch. Ein Teil der Ernte gehörte nicht dem heutigen Tag, sondern der Zukunft.
Was der Garten meiner Oma mit Investitionen im Unternehmen zu tun hat
Wenn ich heute mit Unternehmern arbeite, denke ich oft an diesen Moment zurück. Denn im Business zeigt sich immer wieder, wie unterschiedlich Menschen über Investitionen im Unternehmen denken.
Warum viele Unternehmer Investitionen im Unternehmen aufschieben
Viele Selbständige versuchen zunächst, möglichst alles selbst zu machen. Sie ändern ihre Website selbst, probieren Marketingideen aus oder improvisieren Lösungen, um Kosten zu vermeiden.
Das ist nachvollziehbar. Gerade am Anfang eines Unternehmens ist Vorsicht oft sinnvoll.
Manche Unternehmer haben wenig Cashflow und möchten kein Risiko eingehen. Andere haben gelernt, zuerst alles selbst zu versuchen, bevor sie jemanden beauftragen.
Doch genau hier entsteht häufig ein Kreislauf, der Wachstum bremst.
Wenn jede Entscheidung nur darauf ausgerichtet ist, möglichst kein Geld auszugeben, werden Investitionen im Unternehmen immer wieder aufgeschoben. Statt langfristige Strukturen aufzubauen, wird improvisiert.
Das kostet Zeit, Energie und oft auch Chancen.
Denn während manche Unternehmer versuchen, alles selbst zu lösen, stellen andere eine ganz andere Frage.
Wie erfolgreiche Unternehmer über Investitionen im Unternehmen denken
Sie fragen nicht zuerst:
„Was kostet das?“
Sondern:
„Was bringt mir diese Investition?“
„Wie schnell kann sich das lohnen?“
„Wie kann ich Zeit sparen und mich auf mein eigentliches Geschäft konzentrieren?“
Diese Perspektive verändert Entscheidungen grundlegend.
Plötzlich werden Investitionen im Unternehmen nicht mehr als Risiko gesehen, sondern als Hebel.
Eine gute Website wird dann nicht nur als Ausgabe betrachtet, sondern als Werkzeug, das regelmäßig neue Anfragen bringen kann. Unterstützung von außen bedeutet nicht mehr nur Kosten, sondern ermöglicht es, schneller voranzukommen.
Wenn ich an meine Oma zurückdenke, wird mir immer wieder bewusst, wie selbstverständlich dieses Prinzip eigentlich ist.
Kein Bauer würde auf die Idee kommen, die gesamte Ernte und sein verdientes Geld sofort zu verbrauchen. Ein Teil davon gehört immer der Zukunft.
Ohne diese Entscheidung gäbe es im nächsten Jahr nichts zu säen.|
Im Unternehmertum ist es nicht anders.
Ein Teil der Energie, der Zeit und manchmal auch des Geldes muss in Dinge fließen, die erst später Wirkung zeigen: in bessere Strukturen, in klare Angebote oder in eine Website, die tatsächlich Kunden erreicht.
Genau hier werden Investitionen im Unternehmen zu den Samen für die nächste Ernte.
Und genau wie im Garten meiner Oma entscheidet sich oft erst Monate später, welche Unternehmer etwas ausgesät haben – und welche nur von der Ernte des letzten Jahres leben.
Wer bereit ist, bewusst in sein Geschäft zu investieren, schafft die Grundlage für Wachstum. Wer dagegen ausschließlich versucht zu sparen, bleibt häufig länger in denselben Strukturen.
Manchmal braucht es also nur einen kleinen Perspektivwechsel.
Nicht jede Ausgabe ist ein Kostenpunkt. Manche sind schlicht die Samen, aus denen später Wachstum entsteht.
Und genau darin liegt oft der entscheidende Unterschied zwischen Stillstand und Entwicklung im Unternehmertum.
Übrigens: Viele Menschen glauben, Immobilien oder Aktien seien die besten Investitionen. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass Investitionen in Wissen, Struktur und unternehmerische Entwicklung oft die größte Rendite bringen.
Das habe ich selbst in letzter Zeit erlebt. Ich habe viel in Coaching investiert und meine Strukturen, Angebote und mein Mindset verändert. Heute sehe ich, dass ich mit deutlich weniger Aufwand viel mehr bewegen kann.
In jedem Unternehmen gibt es Stellschrauben, an denen sich Wachstum entwickeln kann.
Vielleicht hast du Lust, dein Unternehmen einmal aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Ich freue mich, wenn du bereit bist, in dein Unternehmen zu investieren – dein zukünftiges Ich wird es dir danken.
Viele Grüße

Mariola
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